Eine Modellbahn gab es in unserer Familie wohl schon, bevor ich auf die Welt kam. Ich kann mich an mehrere der typischen Oval-Anlagen erinnern, so mit 14 hat man dann selbst die Regie übernommen... Umbau, Abriß, Neubau ... das Übliche. In den 90igern folgte dann eine HO-Anlage mit Dampflok-Bw als Hauptmotiv, die ziemlich lange Bestand hatte. Wenn ich es so bedenke, bin ich nie über die 2qm Fläche hinausgekommen. Leider habe ich von dieser Anlage keine Fotos.
Industrieanlagen hatten es mir schon als Kind angetan. Damals fehlten aber die Möglichkeiten und Fertigkeiten, ein solches Motiv glaubhaft umzusetzen. 2001 fiel mir dann Rolf Knippers "Kraftwerk & Zeche" in die Hände - das wars ! Ein Teil meiner 2 qm abgerissen und ein Kraftwerk begonnen.
Und dann kamen die Trix-Bausätze des Hochofens - das
war ja noch viel besser! Also Kraftwerk wieder abgerissen und ein
Hüttenwerk gebaut. Ich hatte mein Thema gefunden.
Diese beiden Übersichten sind aus einer späten Phase kurz vor dem Abriß.
Die folgenden Detailaufnahmen sind früher entstanden. An
Stelle des Möllerbunkers gab es hier noch ein Hafenbecken und eine
Anbindung des Schrägaufzuges per Bandbrücke. Auch die Ausgestaltung der Hochofenanlage war noch nicht so weit fortgeschritten.
Hier ist dann das Hafenbecken teilweise zugeschüttet
und der Möllerbunker gebaut. Es machen sich jetzt auch schon erste
Symptome des "DK-Virus" bemerkbar: an die Abstichhalle habe ich eine
Mini-Gießhalle für eine geplante Masselgießmaschine angebaut. Der blaue Bunkerkran von den ersten Übersichten ist durch ein größeres Exemplar auf Kibri-Basis ersetzt worden.
Am verbleibenden Rest des Hafenbeckens hatte ich dieses Tanklager errichtet.
Der "DK-Virus" greift um sich: im Hintergrund wird
eine Gießhalle aus Stako-Elementen angefangen, das Hafenbecken wurde
durch ein Schlackenbeet ersetzt.
Das
war dann irgendwann der Punkt, an dem die Krankheit entgültig ausbrach,
und die ersten Hochbauten für die Erweiterungsplatte mit der
"richtigen" DK entstand.
Hier ein Blick auf meine Konverterhalle, die Inneneinrichtung des Trix-Bausatzes wurde stark überarbeitet und z.B. durch einen Roheisenmischer ergänzt. Leider paßt die Halle nicht zu meinem neuen Konzept.
So richtig glücklich war ich mit meinem "Bonsai-Hüttenwerk" auch nicht. Durch die Toleranz meiner Frau und einem so ermöglichten Zimmertausch, konnte ich 1,5 qm anbauen. Es begann eine längere Planungsphase, denn diesmal sollte es ein "richtiges" Hüttenwerk werden. Irgendwann landete ich bei der DK - die Hochofengruppe war so erfrischend anders!
Bisher hatte ich nur Kit-Bashing betrieben, jetzt
wagte ich mich an die ersten echten Gebäudeselbstbauten. Und alles ohne
Pläne, nur nach ein paar Dutzend Fotos - die Maße geschätzt. Google
Earth war damals noch ein Fremdwort für mich, an eine Werksbesichtigung
dachte ich nicht im Traum.
Gasreinigung - Sperrholzkern und unverkennbar Kibri-Teile